Ozzy Osbourne bekommt sein eigenes Haunted House bei Universal
Der Prince of Darkness fährt bei den Halloween Horror Nights 2026 noch einmal mit dem „Crazy Train“ vor: „Ozzy Osbourne: Prince of Darkness“ wird als neues Haunted House sowohl im Universal Orlando Resort als auch in den Universal Studios Hollywood eröffnet. Die Attraktionen sollen mehr als vier Jahrzehnte von Ozzys Solo-Karriere in begehbaren Horror verwandeln – mit Musik, Motiven aus seinen Albumwelten und einer ganzen Menge Fledermaus-Ironie.
Dabei handelt es sich nicht einfach um dasselbe Maze an zwei Standorten. Orlando und Hollywood erhalten bewusst unterschiedliche Fassungen. Die Familie war eng eingebunden: Sharon Osbourne soll die Entwürfe regelmäßig geprüft haben, während Jack Osbourne den Wunsch nach zwei eigenständigen Interpretationen unterstützte.
Was erwartet die Gäste im Haunted House?
Die Orlando-Version beginnt nach Angaben der Kreativverantwortlichen in einer gotischen Kirche oder einem finsteren Tempel. Von dort führt der Weg an vermummten Anhängern, Konzertvisionen und einem Kerker vorbei, der an „Patient Number 9“ erinnert. Danach wird die Bildsprache endgültig zur düsteren Greatest-Hits-Show: Ein riesiger Bat dreht den berühmten Fledermausmoment um, auf dem Friedhof lauert der Werwolf aus „Bark at the Moon“, und Ozzy übernimmt als Schaffner den „Crazy Train“.

Zwei Küsten, zwei unterschiedliche Albträume
Einige Kernelemente – darunter der „Crazy Train“ – tauchen an beiden Küsten auf. Die Inszenierungen sollen sich ansonsten aber deutlich unterscheiden. Für Hollywood wird die Reise stärker mit Ozzys Herkunft in Birmingham und den surrealen Welten seiner insgesamt 13 Soloalben verknüpft. Orlando setzt nach den bislang bekannten Details stärker auf die gotische Kultstätte, Kerker, Friedhof und das große Thron-Finale.
Diese Aufteilung ist für Fans besonders reizvoll: Statt einer Kopie entsteht an jeder Küste eine eigene Lesart derselben Musikerlegende. Das passt zu einer Figur, deren visuelle Welt immer zwischen schwarzem Humor, Monsterkino, religiöser Provokation und großer Rockshow pendelte.
Warum das House für Scare Actors spannend ist
Für Darsteller dürfte die Herausforderung weniger im realistischen Monsterspiel als im präzisen Wechsel zwischen Rockstar-Pose und Horrorfigur liegen. Ozzys Körpersprache ist sofort erkennbar: weit geöffnete Arme, ein leicht nach vorn geneigter Oberkörper, die runde Brille und der direkte Kontakt zum Publikum. Wer eine solche Rolle spielt, muss diese Silhouette zitieren, ohne in eine bloße Karikatur abzurutschen.
Auch die Szenen bieten unterschiedliche Scare-Rhythmen. Vermummte Anhänger eignen sich für langsame, ritualisierte Bewegungen; Friedhof und Werwolf vertragen aggressive Richtungswechsel; im „Crazy Train“ können Sound, Licht und vorbeiziehende Kulissen den eigentlichen Schreckmoment vorbereiten. Besonders wirkungsvoll dürfte sein, dass viele Gäste die Songs und Bilder bereits kennen – die Inszenierung kann Erwartungen aufbauen und dann gezielt brechen.
Termine und Einordnung
„Ozzy Osbourne: Prince of Darkness“ startet am 28. August 2026 in Universal Orlando und am 3. September 2026 in Universal Studios Hollywood. Beide Fassungen sollen bis zum 1. November 2026 Teil der Halloween Horror Nights bleiben. Der Besuch ist nicht im normalen Tagesticket enthalten; für die Abendveranstaltung wird ein separates, datumsgebundenes Ticket benötigt.
Die Idee hat zudem Vorgeschichte: Schon 2013 arbeiteten Ozzy, Black Sabbath und Universal Studios Hollywood für das Maze „Black Sabbath: 13 3D“ zusammen. Das neue House rückt nun erstmals Ozzys gesamte Solo-Karriere ins Zentrum. Es wirkt damit nicht wie ein gewöhnliches Lizenz-House, sondern wie eine begehbare, lärmende und bewusst makabre Hommage.
Quellen
- Metal Hammer: Interview mit Universal-Kreativdirektorin Lora Sauls zu Szenen und Unterschieden der beiden Houses
- Metal Hammer: Ankündigung, Aussagen der Familie und Laufzeit
- Universal Studios Hollywood: offizielle Ticket- und Veranstaltungsdaten 2026
- Ozzy Osbourne: offizielle Diskografie zu „Prince of Darkness“
- WDW News Today: Rückblick auf die frühere Black-Sabbath-Zusammenarbeit bei HHN 2013
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